Kurz vor Sonnenaufgang sind wir am Hotel in Hyderabad gestartet, um kurz nach Sonnenuntergang nach 16 Tagen wieder in Düsseldorf zu landen. Damit gehen unglaublich spannende Wochen in einem uns vorher völlig fremden Land zu Ende, in denen wir viele neue Erfahrungen sammeln und tolle Momente/Menschen erleben durften.

1) ...gelandet in Düsseldorf; das Ende einer spannenden Zeit in Pater Balas Heimat...
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Noch nicht genug von Indien und der Reise gesehen!?
Bevor wir uns hier verabschieden, möchten wir alle interessierten Mitglieder der Pfarrei, Familien und Freunde der Mitreisenden, die noch mehr über unsere Reise und das Land Indien erfahren wollen, herzlich am 21. April 2020 um 18 Uhr in den Gemeindesaal von St. Elisabeth zu einem Abend voller Erfahrungen, Geschichten und Bildern aus Indien einladen.

Das Blogteam (Anna, Theresia, Petra, Eva, Tobias, Martin und Daniel) bedankt sich herzlich bei Michael, der unsere neuen Posts von Deutschland aus auf die Website gestellt hat, sobald wir diese abends in Hotellobby oder Restaurant erstellt hatten.
Bei euch allen bedanken wir uns für das große Interesse und viele positive Feedback, das uns bereits in Indien erreicht hat.

Als Abschluss nun ein kleiner Vorgeschmack auf die Erfahrungen und Geschichten, die wir am 21. April mit euch teilen möchten:

Von der Pfefferpflanze zum Pfefferstreuer
 
Unsere Reise führt uns tatsächlich dahin, wo der Pfeffer wächst!
Auf dem Weg in die Berge von Munnar, wo die Teeplantagen zu finden sind, machen wir Station an einem Gewürzgarten. Mit einem Trommler-Ensemble, dem obligatorischen Farbpunkt auf der Stirn und einer Blumenkette werden wir willkommen geheißen. Eine indische "Kräuterfrau" führt uns durch den Garten, Den Anfang machen ein Curry- und ein Nelkenbaum. Selbst die Nelkenblätter duften nach dem uns bekannten Gewürz, während die Curryblätter ähnlich wie bei uns die Lorbeerblätter verwendet werden (nur viel mehr!), aber nichts mit dem Gewürz zu tun haben. Als nächstes sehn wir den großen Muskatbaum. Das Fleisch der Früchte, das die Nuss umhüllt, wird hier für Mixed Pickles verwendet, ebenso wie das Geflecht, das die Nuss direkt umhüllt. Ist die Nuss reif, klackert sie in ihrer Schale, die sie noch einmal umgibt.
Am nächsten Baum rankt sich unscheinbar eine Pflanze empor: Pfeffer, der König der Gewürze. Werden die Rispen unreif geerntet, ergibt es den grünen Pfeffer, der hier nicht genutzt wird (er hat keine "Wärme").Reibt man die Schale von reifen schwarzen Körnern ab, hat man den weißen Pfeffer. An den Rispen gibt es je nach Reifegrad noch den roten Pfeffer. Das Höchste jedoch ist der schwarze getrocknete Pfeffer, der auch als schwarzes Gold bezeichnet wird, je älter, desto besser. 
Wo es einen König gibt, gibt es auch eine Königin: Cardamom. Diese Schoten wachsen an mannshohen Stauden mit großen Blättern und finden hier 
Auch der Zimt darf nicht fehlen. Die Rinde des Zimtbaumes wird abgeschält und rollt sich beim Trocknen auf.
Wir haben etwas Wichtiges gelernt: Nur was man sieht, ist gut. Die zweite Wahl steckt in Mischungen, z.B. Pfeffermischungen, Minderwertiges wird i.d.R. gemahlen angeboten.
Und noch etwas: Auch wenn die Bauern z.T. nur 3ha bewirtschaften, bauen sie einen bunten Mix aus Kräutern und Gewürzen an, um das ganze Jahr über etwas ernten und verkaufen zu können.
Anschließend ging es über gewundene Pfade zu den Kräutern.Tafeln zeigten den Namen auf Malealam, der malerischen Schrift hier in Kerala, und den botanischen Namen. Wort- und gestenreich erklärte unsere Kräuterfrau uns, dass es für jedes Zipperlein und jede Krankheit ein Kraut gibt: gegen Durchfall und Verstopfung, Schuppenflechte, Diabetes, Bluthochdruck und vieles mehr. Sogar natürliches Viagra gibt es, sehr interessant! Einen großen Lacherfolg - besonders bei unseren reiferen Herren - erntete sie, als sie uns ein Haarpflegeöl anbot: "für lange schwarze Haare"!
Ja, wir waren gerne dort, wo der Pfeffer wächst!

Vielen Dank und bis bald in den Kirchen der Pfarrei!