Seit dem 17. Mai zeigt das Kloster Saarn Bilder und Skulpturen Otto Pankoks. Persönliche Familienbilder aus dem Besitz seines Großneffen Moritz Pankok lassen diese Nähe besonders greifbar werden. Sie zeigen Saarn als vertrauten Lebensort und verbinden Familiengeschichte mit künstlerischem Werk. Wer die Räume betritt, merkt schnell, dass dies keine Schau ist, die man nebenbei durchquert.
Eröffnet wurde die Ausstellung mit Gottesdienst und Vernissage. Schon der Auftakt machte ihren besonderen Charakter sichtbar. Das Kloster wurde zu einem Ort, an dem Kunst, Glaube und gesellschaftliche Verantwortung zusammenkommen, ohne einander zu überlagern.
|
|
In den Wochen danach haben zwei meditative Abendlobe mit Julia Mehl der Ausstellung einen geistlichen Resonanzboden gegeben. Unter den Titeln „Wider die Ausgrenzung. ‚Grenzgänger‘ für die Menschlichkeit“ und „Wider das Vergessen. Menschen ein Gesicht geben“ wandten sich die Abende dem Kern von Pankoks Werk zu. Im Mittelpunkt standen seine Beziehung zu den Sinti vom Düsseldorfer Heinefeld und das Beispiel des Mädchens „Ehra“. Die Meditationen waren kein Beiwerk. Sie eröffneten einen eigenen Zugang, der den Blick zurück auf die Bilder verändert.
_Stille Momente vor den Bildern. Die meditativen Abendlobe mit Julia Mehl eröffneten einen eigenen Zugang zu Otto Pankoks Werk.
Am Sonntag, 7. Juni, steht eine Lesung mit Musik und Performance auf dem Programm. Sie markiert die Mitte der Ausstellungszeit und lädt dazu ein, wiederzukommen oder die Ausstellung neu zu entdecken. Weitere Informationen dazu finden sich im eigenen Beitrag zur Veranstaltung.
_Dass eine Ausstellung dieses Zuschnitts im Kloster Saarn möglich wird, ist nicht selbstverständlich. Hinter Werken und Programm steht eine Gemeinschaft aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie beteiligten Künstlerinnen und Künstlern. Sie bereiten Räume vor, begleiten die Ausstellung, ermöglichen Begegnung und geben dem Ganzen einen verlässlichen Rahmen. Ohne dieses Engagement wäre vieles von dem, was in diesen Wochen zu sehen und zu erleben ist, nicht möglich.

