Liebe Mitglieder und Freundinnen und Freunde unserer Pfarrei,

nach über 20 Jahren Mitgliedschaft im Pfarrgemeinderat und davon fast die ganze Zeit in Vorstandsverantwortung habe ich mich dazu entschlossen, nicht erneut für dieses Amt zu kandidieren. Ich denke, dass auch in der katholischen Kirche ein Wechsel in den verschiedenen Mitbestimmungsgremien guttut, um neue Impulse und Ideen aufzugreifen. Daher wünsche ich dem neuen Pfarrgemeinderat und meiner Nachfolgerin bzw. meinem Nachfolger alles Gute, viel Freude und eine glückliche Hand...

Damit verbunden ist natürlich auch mein Dank an den heutigen Pfarrgemeinderat für die gute Zusammenarbeit in den letzten Jahren. Ich danke hierbei im Besonderen den teilweise langjährigen Weggefährten im Vorstand des PGR. Mit einigen habe ich damals bereits die Gründung unserer Pfarrei in 2006 vorbereiten dürfen. Wir haben seitdem sehr viele Stunden gemeinsam beraten, wie wir die Gemeinden näher zusammenführen und trotzdem auch die individuellen wertvollen Eigenschaften der verschiedenen pastoralen Orte bewahren können.

Allen Mitgliedern der Pfarrei möchte ich heute ausdrücklich danken. Denen, die unseren Pfarrgemeinderat und mich immer unterstützt und auf unserem Weg bestärkt haben und auch den konstruktiven Kritikern, die sich auch um die Zukunft unserer Pfarrei gesorgt haben, aber andere Wege vorgeschlagen und damit auch andere Ideen aufgezeigt haben.

Ein besonderes Anliegen ist mir auch, das Wirken unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowohl hauptamtlich als auch ehrenamtlich zu nennen. Viele wirken oft im Verborgenen, um das Gemeindeleben aktiv zu gestalten. Dabei möchte ich den Blick auch auf das gute Verhältnis zu den Mitarbeitenden der katholischen Kitas im Gebiet unserer Pfarrei werfen, obwohl die Trägerschaft ja nicht mehr direkt bei uns als Kirchengemeinde liegt. Dort gehen die Mitarbeitenden jeden Tag an ihre Grenzen und oft darüber hinaus, um so viel Liebe und Herzlichkeit in den Kitas zu leben und damit der katholischen Kirche ein wunderbares Gesicht zu geben. Ein Gesicht, welches von Menschlichkeit und Vertrauen gezeichnet ist. Wie sehr braucht unsere Kirche genau jetzt solches Handeln und solche Überzeugung! Ich danke allen, die in diesem guten Geist bei uns an den verschiedenen Stellen vor Ort mitwirken und hoffe, dass diese vielen Aushängeschilder unserer Pfarrei das Vertrauen und die Zuversicht in unsere Kirche stärken können.

In den letzten Jahren waren insbesondere der anspruchsvolle Pfarreientwicklungsprozess und die Corona-Pandemie für uns alle eine echte Herausforderung. Auch hier hat mich das gemeinsame Wirken in der damaligen Koordinierungsgruppe und der heutigen PEP-Steuerungsgruppe, wie auch die Tätigkeit im Krisenstab unserer Pfarrei sehr geprägt. Es hat mir gezeigt, schwarze oder weiße Ansichten passen oft nicht. Es gibt vielfältige Grautöne und oftmals liegt die Lösung irgendwo dazwischen. Mein Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen in den Gremien und dem sehr konstruktiven und vor allem stets vertrauensvollen und wertschätzenden Miteinander unter uns. Auch wenn mir die extrem mühevolle und schwierige Arbeit, vor allem während der Corona-Krise, sicherlich nicht fehlen wird, so werde ich die Freundinnen und Freunde aus dem Team sehr vermissen.    

In den letzten Jahren haben sich zahlreiche weitere Aufgaben um meine eigentliche Tätigkeit angesiedelt. Daher danke ich heute vor allem meiner Frau und meinen Kindern dafür, dass Sie so oft auf mich verzichtet haben und mir die Freiheit gegeben haben, mich in zahlreichen Sitzungen, Telefonaten und öffentlichen Anlässen für unsere Pfarrei zu engagieren. Sicherlich werde ich mich auch in Zukunft gerne in anderer und reduzierter Form für unsere Kirchengemeinde einbringen und freue mich auf neue Aufgabenfelder im Kirchenvorstand.

Die neue PGR-Satzung und die Bildung der flexiblen Teams ermöglichen es, zukünftig ganz im Sinne unseres PEP-Votums, eine handlungsfähige und einladende Kirchengemeinde in einer neuen Zeit zu sein. Ich freue mich, wenn wir als Pfarrei diesen gemeinsamen Weg mit Herz und Hand weitergehen.

Ihnen allen, Ihren Familien und Freunden, wünsche ich von ganzem Herzen alles erdenklich Gute, Gesundheit und vor allem reichlich Gottes Segen. Möge uns allen diese Pandemie, die herausfordernde Personalsituation bei uns in der Pfarrei und die finanzielle Perspektive, die Freude und die Überzeugung an unserem Glauben und dem gemeinsamen Miteinander nicht nehmen.

Gott schütze uns alle und unsere Gemeinschaft.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr und Euer Manuel Gatz

Gatz Manuel